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High Pressure Processing (HPP)

Druck statt Hitze: das innovative Haltbarkeitsverfahren

Das Verfahren High Pressure Processig (HPP) macht Lebensmittel mit Druck statt Hitze länger haltbar. Es wird auch Kalt-Pasteurisierung genannt.
Durch den Druck werden unerwünschte Mikroorganismen und Enzyme inaktiviert, sodass eine verlängerte Haltbarkeit der Produkte gewährleistet werden kann. 

Da keine Hitzeeinwirkung stattfindet, bleiben bei dem schonenden Prozess der Kalt-Pasteurisation unter Hochdruck die Nährwerte wie Vitamine und Mineralien erhalten. Das Produkt kann nun auch ohne Einsatz von Konservierungsstoffen mehrere Wochen gekühlt gelagert werden.

Wie genau funktioniert HPP?

Beim HPP kommt das Produkt mitsamt der Verpackung in ein mit Wasser gefülltes Druckbehältnis, welches als Druckmedium fungiert. Hierdurch kann der Druck auf das Lebensmittel von allen Seiten gleichmäßig ausgeübt werden. Die HPP-Maschine schafft dabei bis zu 6000 bar. Das ist 6x Mal mehr Druck als an der tiefsten Stelle des Meeres, dem Mariannengraben! In der Regel reicht aber weitaus weniger Druck, um unerwünschte Mikroorganismen zu inaktivieren. [1]

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Abbildung: HPP-Maschine,  Quelle: HPP-Deutschland 

Gehen durch den Hohen Druck Vitamine verloren?

Das kommt ganz darauf an wie lange und wie hoch der Druck ausgeübt wird. Die Vitamine A, B1, B2, B6 können sich bei kurzen Druckeinwirkzeiten stabil zeigen. Vitamin C, Carotinoide und Farb- und Aromastoffe können auch sehr großem Druck standhalten. [1]

Was macht HPP besser?

Es gibt viele Methoden Lebensmittel haltbar zu machen. Man unterscheidet hierbei zwischen physikalischen, chemischen und biologischen Verfahren sowie die Veränderung der Gasatmosphäre. Mehr dazu findet ihr im Blogbeitrag: Lebensmittel haltbar machen. 

Häufig bedeutet das Haltbarmachen ein Verlust der Lebensmittelqualität oder das Zuführen unerwünschter Zusatzstoffe. Nachfolgend zeigen wir euch, inwiefern man von der innovativen HPP-Technologie, im Vergleich zu anderen Methoden, profitiert:

  • Sterilisieren, Hitze-Pasteurisieren: sobald hohe Temperaturen ins Spiel kommen, werden nicht nur die unerwünschten Mikroorganismen, die für den Verderb verantwortlich sind, zerstört, sondern auch wichtige Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien. Insbesondere beim Einkochen kommt hinzu, dass Geschmack, Farbe und Konsistenz sich stark verändern.
  • Zuckern, Einlegen, Salzen, Räuchern und co., verändern den natürlichen Geschmack und der Zusatz von Zucker, Salz oder Alkohol senkt den Gesundheitsgehalt des Lebensmittels.

HPP (auch: Kalt-Pasteurisierung) hingegen arbeitet ohne Hitze, sodass kein Verlust der Nährstoffe eintritt. Auch die Konsistenz, Geschmack und die natürliche Farbe bleiben erhalten!

  • Konservierungsstoffe haben den Vorteil, dass sie im Gegensatz zum Einkochen, die sensorischen Eigenschaften der Lebensmittel nicht beeinflussen. Allerdings sind sie gesundheitlich nicht unbedenklich! (mehr hier)

Mit HPP kann auf gesundheitsschädliche Zusatzstoffe verzichtet werden!

Christina Schwarz
Christina Schwarz

Gründerin von FitOaty

Quellen:
[1] HPP-Deutschland: https://www.hpp-deutschland.de, (20.01.2019, 15:25).

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